Heute stand zuerst der Besuch der Muschelinsel auf dem Programm: Fadiouth im Senegal.
Damals haben die Einheimischen die Muschelreste ins Meer geworfen und irgendwann entstanden an diesen Stellen drei kleine Inseln. Auf der einen wohnte man- auf der anderen wurden Muslims und Christen nebeneinander beerdigt und die dritte wurde als Speicherinsel genutzt.

Nach dem Inselbesuch ging es für uns weiter auf Tiersafari mit Jeeps. Dazu anbei ein paar Fotos: Continue Reading

Schon mal nen halben Eimer Zement an einer Passkontrolle übergeschüttet bekommen? Nein? Ich schon 😂Aber von vorne:
Am heutigen Tag ging es für uns erst mal in eine Schule in Gambia. Wir hatten ja Unmengen an Stiften und Anspitzern sowie Schulheften dabei. Von den Sachen sind wir am Abend vorher j schon welche an Kids in unmittelbarer Hotelnähe losgeworden. Auf jeden Fall stehen wir an dieser Schule und da seh ich dann plötzlich ein Mädel mit einem Bleistift von uns vor ihrer Klasse stehen und mit einer Rasierklinge den Stift anzuspitzen. Nach und nach kamen aus den anderen Räumen auch die Kids und standen an jeder Klasse um die Mülleimer, um mit Klingen die Stifte wieder flott zu machen. Christian ist dann zurück zum Bus, die kleinen Anspitzer holen. Als wir die verschenkten verschwanden diese erst mal in den Taschen- wahrscheinlich weil keiner wusste, was er damit anfangen soll. Nachdem wir den Kids das gezeigt hatten, war das Grinsen groß und die Anspitzer wurden benutzt. Der Schulleiter bekam auch noch eine Handvoll davon.
Wir erfuhren, dass die Kids tatsächlich zum Teil 7 Kilometer jeden Tag zu Fuß zur Schule laufen- und nach dem Unterricht die sieben wieder zurück. In Gambia gibts Schulpflicht- was sehr gut und für Afrika so gar nicht typisch ist. Gambia zählt zu den ärmsten Ländern aber wir haben es als sehr geordnet und wahnsinnig freundlich erlebt. Es wurde auf jeden Fall im Anschluss noch Geld für Fahrräder für die Kids gesammelt.

Anschliessend ging es für uns mit dem Bus weiter zu einem Fluss. Von dort in kleine Boote und durch die Manhrovenwälder- wahnsinnig schön – aber auch wahnsinnig heiß auf den kleinen Booten.

Nach einer kurzen Mittagspause hieß es dann: Weiter mit dem Bus rüber in den Senegal. An der Grenze alle 14 Leute raus aus dem Bus und zu Fuß mit Pass über die Grenzkontrolle. Das Ganze mit Foto, Fingerabdrücken und allem Zip und Zap.
Ich war die letzte, die von der Truppe über die Grenze kam. Man muss sich das wie ein kleines Häuschen vorstellen, in dem hinten aber renoviert wurde. Nachdem man vorne den Pass abgegeben hatte, bekam man ihn hinten wieder. Ich also auch nach hinten gelaufen und Zack: aufeinmal klatschte es. Und ich hab ne Ladung von nem Eimer Zement für die neue Wand abbekommen. Eins kann ich sagen: bei fast 40 Grad ist das Zeug auch fast direkt trocken.

Erste Eindrücke vom Senegal selber: sehr dreckig- viel Müll, chaotisch, Laut, unorganisiert…… Direkt nach der Grenze war es, als wenn wir komplett woanders wären.

29.01.2020

Nach einem Flug in einer Kurzstreckenmaschiene sind wir nachts gegen 2.00 Uhr am Flughafen in Banjoul angekommen.
Weiter ging es dann zum Hotel, welches wir dann halb vier erreichten. Im Kopf rechnete ich schon aus, wie lange wir überhaupt noch zum schlafen haben, da die Rundreise am Folgetag mit gepackten Koffern um neun Uhr starten sollte. Und wie es dann komme sollte: 6 Leute aus der Truppe standen nicht auf der Liste des Hotels: unter anderem wir. Nach einigem hin und her haben wir dann doch irgendwann unsere Zimmerkarte bekommen und sind mitsamt Gepäck nach oben in unser Zimmer. Tür auf und: Zimmer war belegt. Da schliefen welche. Also mit dem ganzen Krempel wieder zurück, neues Zimmer bekommen und endlich durften wir schlafen: für ganze 2 1/2 Stunden.
Vollkommen gerädert standen wir am nächsten morgen mit gepackten Zeug in der Lobby und warteten auf unseren Bus. Als erstes gabs eine Stadtbesichtigung

und anschließend der Besuch des

Kachikally Krokodilpools. Das war für den Einstieg ganz nett – allerdings fragten wir uns, was sie den Krokodilen gegeben hatten, dass diese da fast apathisch herumlagen :-/

Dann ging’s weiter zu Gemüsefeldern, auf denen die Frauen arbeiteten und uns wurde auch ein bisschen was zur Arbeit, Familie und Kids erzählt. Außerdem gabs ordentlich afrikanische Musik und Tanz auf dem Feld, dem wir dann zuschauten.


Heute gibts nur einen ganz kurzen Bericht bzw. ein kleines Erlebnis von heute Abend, welches einen mal wieder etwas auf den Boden holt….
Zur Vorgeschichte: Ich durfte über meinen Einsatz bei #Mercyships beim #Caritas in Rheda vor wenigen Wochen erzählen und dabei wurden Spenden gesammelt. Danke noch mal an dieser Stelle!! Diese Spenden wurden von mir dann zum Teil in Schulhefte, Stifte, Anspitzer und Flummis umgewandelt. Heute haben Christian und ich dann die Chance gehabt, Kids glücklich zu machen, die tatsächlich kaum etwas haben. Vom Geschrei und der Freude mal abgesehen: Wir waren „abgetrennt“ durch einen Zaun von ihnen und haben die Stifte usw. durch den Zaun verteilt. Diese Stifte waren immer in 12er Packs in einem kleinen Karton. Fertig mit verteilen, machten wir uns auf den Rückweg als die Kids hinter uns riefen, dass sie den Karton von den Stiften (den wir natürlich direkt danach in den Müll geworfen hätten) auch haben möchten….. Wahrscheinlich zum malen oder schreiben, weil sonst nichts gibt…

Nach einigem gesundheitlichen hin- und her in den letzten Tagen sitzen wir jetzt am Flughafen in Düsseldorf und warten auf unser Boarding. 🙂 Koffer natürlich erst wieder gestern Abend auf den letzten Drücker gepackt- also alles wie immer 😀 Dabei dann erst festgestellt, dass wir jeder nur 20 Kilo Gepäck mitnehmen dürfen- also einen Koffer noch flott auf 30 Kg aufgestockt- und somit passten auch die ganzen Schulhefte, die 180 Stifte, Anspitzer und Flummis mit rein…

Wir berichten weiter, wenn es das Netz dahinten zulässt 😉

Donnerstag 12.09.2019

Für uns ging es weiter – weg vom Lake Tahoe. Einmal und nie wieder 😉 Wir waren jetzt auf dem Weg zum Lake Camashe bzw. den Valley Springs. Unterwegs war eine Art Kontrollstation an der ein Typ stand und fragte, was wir alles im Wohnwagen hätten. Vor allem interessierten ihn Lebensmittel. Der kam tatsächlich in unseren Wohnwagen und guckte in den Kühlschrank und wühlte erst mal schön in unserem Obst und Gemüse herum – ohne Handschuhe! :-/ Na lecker. Und dann zog er mir tatsächlich meine Zitronen und Limetten ab und meinte was vonwegen dass sie ihre Früchte schützen müssten vor Schädlingen oder weiß der Geier warum. Achja: Ein Stück Kaminholz nahm er auch noch, weil da ein Käfer im Holz wäre. Okaaaay. Dann interessierte er sich noch für einen Apfel, der bei uns rumlag. Wo der her sei. Und ob wir den Aufkleber abgemacht hätten, der da drauf war.
Ganz ehrlich: keine Ahnung, ob da ein Aufkleber drauf war oder nicht. Und keine Ahnung, wo genau wir den ollen Apfel gekauft haben.
Wir sagten, der wäre in einer großen Tüte gewesen und damit war das Thema dann auch durch. Und ich war trotzdem meine Zitronen und Limetten los :-// Und somit musste es abends Lachs ohne Zitrone geben. Danke! 😀 😀 Wir kamen nachmittags am Campingplatz am See an – und dieser war wunderschön. Seeeeehr weitläufig und wir standen mit unserem Wagen direkt am See – und zwar erst mal alleine. Christina hat sich Badeklotten angezogen und verschwand quasi direkt im Wasser. Christian hampelte irgendwo im Schatten herum, weil ihm alles irgendwie zu warm war und ich hab mir einen Campingstuhl genommen – und ein Buch – und hab den Stuhl stumpf in den See gestellt. Das fand Christian dann gar nicht so doof und tat dasselbe. Und nach ein bisschen Überredungskunst von Christina verschwand er auch irgendwann im Wasser.

Achja: Eine Sache habe ich vergessen. Als wir auf den Campingplatz fuhren, fielen uns so ca. 50cm lange kleine Käfige auf, die überall auf den Grünflächen verteilt standen. Dabei handelte es sich um Eichhörnchenfallen. Und das fand ich nicht so geil. Kurz nachdem unser Wagen stand meinte Christian, dass eine in Benutzung sei – die war etwa 20 Meter vom Wohnwagen weg. Ich hab erst gar nicht verstanden, was er meinte – sah aber kurz darauf, dass ein Eichhörnchen in der Falle steckte und verzweifelt versuchte, die Gitter durchzubeissen. Das konnte ich ja nicht haben. Also habe ich erst geschaut, ob der Mann mit dem Wagen und den Boxen hintendrauf (den haben wir am Eingang des Parks gesehen) irgendwo zu sehen war. War er nicht. Dann habe ich mir die Falle von näherem angesehen und mir kamen die Tränen, weil mir das olle Eichhörnchen so leid tat 😉 Dann habe ich versucht, die Falle wieder aufzumachen – ging aber irgendwie nicht. Als Christian mich da sah, fing er an zu grinsen und ich hab gesagt, dass ich das nicht lustig finde und er mir helfen soll 😀 Zusammen haben wir es dann irgendwie geschafft, das Teil zu öffnen und das Eichhörnchen rannte in einem Affenzahn weg und einen Baum hoch. Problem war nur, dass man jetzt sah, dass wir da dran waren, weil a) das Futter fehlte und b) die Falle zu war und kein Tier drin. Christian bekam es aber irgendwie wieder hin, die Falle zu spannen und wir haben den Teller einfach etwas nach vorne gezogen. Wen der Typ die Falle einsammelt war es eben ein schlaues Eichhörnchen, was nur gefrassen hat, ohne dass die Falle auslöste 😉

Abends haben wir dann noch gemütlich am See gesessen und sind irgendwann schlafen gegangen.

Freitag 13.09.2019

Heute war ein Tag – den man – naja – auch streichen könnte 😉 Wir hatten eine Fahrtzeit von ca. 2 Stunden bis zu unserem Campingplatz – und haben 5 Stunden gebraucht, weil wir überall kein Platz bekommen haben. „First come first serve“ lautete die Devise – somit konnten wir auch nichts vorreservieren. Der erste war ausgebucht und die nächste zwei waren geschlossen. Bei dem dritten hatten wir dann Glück und haben noch einen Platz gefunden. Hier haben wir eine kleine Wanderung gemacht und abends wider am Lagerfeuer gesessen.

Anschließend heißt es: Koffer packen. Morgen geben wir das Wohnmobil ab und werden die letzten Tage dann in San Francisco ohne Wohnmobil in einem Hotel verbringen.

Dienstag, 10.09.2019

Heute morgen habe ich Christian erst mal drei Mal gefragt, ob das gestern „echt“ war ;-))) Ja – war es! 🙂 Wir sind tatsächlich verlobt. Wir. Verlobt. Christians Ma wird im Dreieck springen – das weiß ich ;-))

Ansonsten hieß es für uns heute morgen mal wieder: Sachen Zusammenräumen und wieder auf einen Tag RV-Tour gefasst machen 😉 Start war im Yosemite und Ziel ist Virginia City. Einen Zwischenstop haben wir schon am Monolake gemacht und sind dort etwas herumgelaufen.

Weiter ging es dann mit unserem Wohnmobil nach Virginia City. Dabei handelt es sich um eine Stadt aus dem ___________ Jahrhundert. Diese war ganz nett anzuschauen – aber mehr als einmal durchlaufen war auch nicht drin. Wir sind dort dann auf einen (seeeehr überteuerten) Campingplatz und haben dort noch die Nacht verbracht.

Mittwoch 11.09.2019

Aufgewacht in Virginia City. Das tolle an dem Campingplatz war, dass dieser gescheite Duschräume hatte. Wir mussten also nicht in der kleinen Dusche im Campingwagen duschen sondern konnten uns morgens mal etwas mehr Zeit lassen. Die Räume waren wie ein Badezimmer zuhause. 😉
Danach gab Frühstück und noch einen kurzen Ausflug zu Fuss in die Stadt. Und vor dem Visitor-Center war tatsächlich eine Stelle mit Wifi 😀 Also gingen erstmal Nachrichten raus, dass Christian und ich uns verlobt haben 😉 >Vorher hatte ich ja keine Gelegenheit bzw. halt einfach kein Internet. Obwohl ich mittlerweile sagen muss, dass es gar nicht mehr so schlimm ist 😉

Nach unserer Städte-Tour wurden dann wieder alle 7 Sachen zusammengesucht und es ging weiter zum Lake Tahoe. Der Lake Tahoe wurde im Reiseführer hochgelobt. Letztendlich waren wir alle drei nicht so begeistert davon. Eher ein Touri-Ziel mit dementsprechenden Preisen. Bis zu dem Tag am Lake Tahoe hatte ich übrigens meine Meinung oder mein Vorurteil gegenüber den Amerikanern komplett abgelegt. Ich hatte bis zu dem Tag das Gefühl, dass alle irgendwie hilfsbereit und nett waren und nicht so bürokratisch, wie es überall zu lesen ist.
Tja – der Abend hat meine Meinung dann wieder ändern lassen. Am See lag ein Restaurant mit Seeblick welches ganz nett aussah. Wir entschieden uns dazu, ausnahmsweise mal essen zu gehen, statt abends zu kochen. Also sind wir abends los in dieses Restaurant. Da alle Tische belegt waren und wir natürlich keine Resevierung hatten, wurden wir gebeten, zuerst an der Bar platz zu nehmen. Es würde ca. 10-15 Minuten dauern, was für uns aber völlig in Ordnung war. Christina und ich bestellten eine Cola und Christian wollte gerne ein Bier. Richtig – er WOLLTE. Der Typ an der Bar wollte einen Ausweis sehen. Also zeigte Christian seinen Personalausweis aus Deutschland (der Reisepass lag im RV). Der Typ an der Bar schaute sich das Teil genau an (es war noch nicht der Karten-Ausweis sondern dieses laminierte Teil) und meinte dann so in etwa, dass er den ja selber einlaminiert hätte und er einlaminierte Ausweise nicht akzeptieren würde. Ehm okay.
Dann haben wir uns gedacht – wenn wir gleich am Tisch sitzen ist das ja eine andere Bedienung. Also dasselbe Spiel von vorne. Wir bestellten eine Cola und Christian ein Bier. Die Frau wollte wieder den Ausweis sehen wegen irgendeiner ID-Nummer. Christian zeigte den Ausweis und es war okay. Die Frau verschwand und kam 5 Minuten später wieder. Wahrscheinlich hatte sie in der Zwischenzeit mit dem Menschen an der Bar gesprochen und meinte dann, dass es kein Bier geben würde, da der Ausweis ja laminiert sei. Haha – bekloppt! Ende vom Lied war dann, dass Christian Wasser getrunken hat.

 

Freitag 06.09.

Am Donnerstag-Abend sind wir im Kings Canyon im Azalea-Campground angekommen und haben das erste Mal Kartoffeln in unsere Feuerschale geschmissen und ein grooooßes Stück Lachs in einer Grillschale gegrillt. Dazu gab wieder einen Berg an Ofengemüse (eben das, was wir noch so im Kühlschrank hatten 😉 ) Da es mittlerweile dunkel war, entschieden wir uns dann doch dazu, im Camper zu essen und bald darauf schlafen zu gehen.

Der Morgen begann wie immer: Duschen, Frühstücken und Rucksack für eine Tagestour packen.

Zuerst führte unser Weg zu dem Moro-Rock. Der MoroRock-Trail wird als mittelschwer eingestuft – und ich muss zugeben: Er war auch ganz schön anstrengend. 

Dieser Fels ist 2050 Meter hoch und ist eine „kahle Granitkuppel“, die aus einem bewaldeten Gebiet herausragt. Wir haben lediglich den letzten Teil gemacht. Aber auch hier waren 91 Höhenmeter in Form von 400 Stufen zu überwinden, die unsere Pumpe schneller gehen ließ. Zwischendurch haben wir immer kurze Pausen eingelegt und die Aussicht über den Kaweh- River genossen. Oben angekommen hatte man ein – naja ich würde sagen: Panorama wie in den bayrischen Alpen 😉

Nach dieser Tour ging es mit dem Camper weiter zum nächsten Punkt. Wieder ging es erst bergab. Dort wartete der General-Sherman-Tree auf uns- der dickste Baum der Welt mit einem Umfang von 31 Metern.- eben ein Riesenmammutbaum- mit über 100 Metern Höhe und mehr als 1500 Jahre alt.

Das, was ich beeindruckend fand: viele der Bäume waren schwarz an der Rinde außen. Das liegt daran, dass es in Kalifornien im Sommer immer wieder zu Waldbränden kommt. Die Mammut-Bäume besitzen zum Glück eine 70 cm dicke feuerfeste Rinde. Sie ist erstaunlich regenerationsfähig, was auch der Grund ist, warum diese Bäume schon so lange überlebt haben.

Als wir mit dem Camper hinterher zurückgefahren sind, haben wir auch wieder einen Teil gesehen, in dem es am brennen war. Es ist einfach zu heiß und zu trocken hier in diesem Gebiet. Fast die gesamten Flüsse sind ausgetrocknet.

Die Tour zu dem zweiten Riesen-Baum haben wir uns dann „geschenkt“ – ich hatte keine Lust mehr, noch mal so viel zu latschen, um einen einzigen Baum anzugucken 😉 Der Sherman-Tree reichte für den Tag 😉

Als wir dann an unsrem Campingplatz angekommen waren, entschieden wir uns dazu, noch einen kleinen Trail in der Nähe des Campingplatzes zu laufen. Ich scherzte etwas rum und meinte „Hier sind überall diese Bärencontainer an unseren Campingplätzen- dann will ich auch einen sehen!“. 

Diese Bärencontainer sind zur Sicherheit. Ím Campingwagen oder auch in Fahrzeugen und Zelten darf nichts sein, was irgendwie durftet. Sprich alle Lebensmittel (auch Gläser mit irgendwas drin, verschlossene Tüten usw.), Shampoo, Duschzeug usw. muss direkt in diesen Container. Die Bären können sonst wohl aggressiv werden, wenn sie das riechen. Und steigen wohl auch in verschlossene Camper ein usw. Nicht ganz so lustig 😉

Auf jeden Fall laufen wir so durch den Wald und ein Mann, der uns entgegenkommt meint „There is a Bear!“ Ja neeeee ist klar – dachte ich! Und was war?!? Tatsächlich ein paar Meter von uns entfernt war ein Bär. Ohne Zaun dazwischen. Ein echter Bär. Dieser verhielt sich aber ganz friedlich und frass irgendein Grünzeug. Etwas ärgerte ich mich, dass ich mein Tele-Objektiv nicht dabei hatte 😉 Aber nun gut…Abends gab noch was zu essen – dieses Mal Spinat-Tortellini mit Bacon und Zwiebeln 😉 Zum Tagesabschluss gab für Christina und Christian noch ein Bier und für Saskia eine Cola am Lagerfeuer 😉

Samstag 07.09.

Tja…dieser Tag war wieder einer, an dem wir Kilometer zurücklegen mussten. Wir einigten uns darauf, einen kurzen halt an einer Shopping-Mall zu machen. Eigentlich wollten wir T-Shirts kaufen. Gekauft haben wir aber lediglich was zu essen für mittags. Und da wir die gesamten Tage mittags nichts gegessen haben, kriegten wir auch nicht wirklich viel runter. Also haben wir das Zeug zusammengepackt und mitgenommen – so brauchten wir abends nichts kochen 😉 Einkaufen waren wir dennoch für die nächsten Tage. Es geht nämlich weiter in den Yosemite-Nationalpark und da wird’s wieder etwas schwierig mit einkaufen.

Der Campingplatz, auf dem wir abends ankamen, war einer von…. naja….der nicht so schönen Sorte. Direkt an einer Straße und für die eine Nacht 45 Dollar. Aber gut- für uns war er nur dafür da, dass wir am nächsten morgen die restlichen zwei Stunden in den Yosemite fahren können, sodass wir da noch möglichst viel vom Tag haben. In den Yosemite selber konnten wir den Abend nicht mehr fahren, weil die Campingplötze dort ein halbes Jahr vorher ausgebucht sind. Kann man sich vorstellen wie den Christkindllauf: Freischaltung erfolgt um 20 Uhr – und 20.05 Uhr sind alle Plätze weg. So ähnlich ist es bei den Campingplätzen im Yosemite – nur eben ein halbes Jahr vorher. Deswegen hatten wir quasi keine andere Chance. Aber hey- das war der erste Campingplatz mit Wifi 😉

Sonntag 08.09.

Bis auf, dass wir eben gefrühstückt haben und jetzt auf dem Weg in den Yosemite sind, kann ich nicht viel mehr dazu schreiben. Wir melden uns, sobald wir dort angekommen sind!

Okay… Tag 1 im Yosemite war…. naja. Ich hatte einen kleinen „Koller“ und mir ging alles und jeder auf die Nerven 😉 An dieser Stelle Sorry an Christian und Christina, dass ich so war, wie ich war 😉 Wir sind dann natürlich auch mal wieder wandern gegangen – 11 Kilometer durch WALD – dabei haben mich die Bäume den Tag echt genervt. Aber irgendwie und irgendwann ging dieser Tag auch um. Ich habe nur ein bisschen Grünzeug und ein Eichhörnchen fotografiert- das wars 😉 Abends gab wieder Lachs – und ihr dürft raten: Ofengemüse! 😀

Montag 09.09.

Tja… heute sind wir zu den Nirwana-Wasserfällen gewandert. Und mit gewandert meine ich gewandert. 16 Kilometer insgesamt! Und davon die ersten 8 Kilometer steil bergauf – über Felsen geklettert usw. – das gesamte Programm. Anfangs hab ich zu Christian gesagt „Wenn Christina das heute schafft, dann fress ich heute Abend einen Besen“ 

Die Haare tropften, der Atem fehlte aber irgendwie: Meine Cousine hatte sowas von einen Dickkopf. Die wollte da hoch. Und wie sie wollte. Sie hat es geschafft – und als wir oben standen, sollte ich bald wissen, warum 😉

Christian hat ihr am Vortag abends wohl gesagt, dass er einen Ring gekauft hätte.

Jaja- ich den Tag also in knallpinkem Adidas-Shirt – passend dazu rote Wandersocken und ein blau-rotes Tape am Knie (da Knie-Aua vom Tag davor) und Wanderschuhen diesen Berg hochgestiefelt. Fast vier Stunden lang. Dementsprechend dann auch durchgeschwitzt, als wir oben ankamen. Wir uns dann erst mal kurz hingesetzt und ein paar Salzcräcker gefuttert. Dann wanderte Christian mit der GoPro umher und ich dachte nur „och nö – nicht so vollgeschwitzt jetzt irgendwas aufnehmen“. Er rief Christina und sie kam und nahm ihm die GoPro ab. Okay dachte ich – mach ich halt einfach Fotos. Hab noch doof in die GoPro gewunken, als Christian plötzlich auf dem Boden kniete. Mit einer Schachtel. Mit einem Ring. Ich war so perplex, dass ich sogar vergessen hab, „ja“ zu sagen 😀
Ich bin mit Freund rauf auf den Berg – und mit Verlobten wieder runter vom Berg 😉

Dienstag, 10.09.2019

Heute morgen habe ich Christian erst mal drei Mal gefragt, ob das gestern „echt“ war ;-))) Ja – war es! 🙂 Wir sind tatsächlich verlobt. Wir. Verlobt. Christians Ma wird im Dreieck springen – das weiß ich ;-))

Ansonsten hieß es für uns heute morgen mal wieder: Sachen Zusammenräumen und wieder auf einen Tag RV-Tour gefasst machen 😉 Start war im Yosemite und Ziel ist Virginia City. Einen Zwischenstop haben wir schon am Monolake gemacht und sind dort etwas herumgelaufen.

Christian hat übrigens noch einmal beim Wohnmobil-Verleih angerufen und gefragt, was wir jetzt mit unserer defekten Batterie machen sollen. Problem war nämlich, dass wir immer den gesamten Tag gefahren sind und nachdem Motor etc. aus war, die Batterie vielleicht noch 20 Minuten hielt – dann war alles dunkel und naja – so geil ist Abendessen mit Taschenlampe usw. dann auch nicht 😉 Auf jeden Fall ergab sich hier, dass wir zu einem Partner fahren durften und der unsere Batterien gecheckt hat. Und was war? Die eine Batterie war hinüber. Die vom Vergleih haben das wahrscheinlich nicht geglaubt bzw. gedacht, dass wir irgendetwas falsch machen – das Wohnmobil ist nämlich noch nagelneu. Ich glaub von Anfang 2019, wenn wir das richtig nachgeschaut haben. Nach Rücksprache mit dem Verleih war es dann aber kein Problem, die Batterie gegen eine neue zu ersetzen und wir durften weiterfahren! 🙂
Also ging weiter in die Mojave-Wüste. Auf den „Hole-in-the-Wall“-Campground. Wir kamen an – und es war keiner da. Es hätte ein Film sein können: Menschenleere Straßen, Hitze, Wüste und ein einsames Schild, welches auf den Campground hinwies.

Alle Campingplätze hier waren leer bis auf zwei weitere – auf einem stand ein Zelt und auf dem anderen ein Bulli. Das wars. Niemand. Stille. Wüste. Hitze. Oh ja: Backofenfeeling deluxe.
Diese Stille war beeindruckend. Man hörte einfach – nichts. Rundherum nur Landschaft, Sand. Wow.  Okay – ein paar Tiere hörte man. Und ich glaub Heuschrecken. 

Wir sind direkt losgezogen, ein bisschen Holz zu suchen für ein Lagerfeuer am Abend. Christian suchte irgendwelche trockenen Äste, die herumlagen. Und Saskia ging erstmal die anderen Campingplätze ab, weil: Auf jedem Platz ist eine Feuerstelle. Und tatsächlich: An der einen Feuerstelle stand noch ein Karton mit etwas Feuerholz drin. YES!

Und trotz dass wir ja wieder Strom hatten, haben wir das Abendessen auf dem Feuer gekocht. Es gab mal wieder eine Gemüsepfanne und einfach ein paar Kartoffeln dazu. Wir hatten alle irgendwie nicht mehr so richtig Hunger. Und trotzdem – es war einfach schön!
„Back to the roots“ oder so. Kein Internet, kein Strom und Abendessen aufm Feuer. Läuft! 😉
Als dann die Sonne unterging und dieser MEGA Sternenhimmel über uns war, saßen wir erst einfach nur auf unserer Bank und schauten in den Himmel. Auch Sternschnuppen haben wir gesehen. 🙂 Vieeeele davon!
Christina plötzlich: „Jaaaa- jetzt habe ich eine gesehen“ und ich frage sie „hast du dir was gewünscht?“ Und sie antwortet „Scheiße ne- das ging mir jetzt zu schnell.“ 😀

Und wie es dann so kommen musste: Stativ und Kamera raus. Wo als wenn nicht in der Wüste, haben wir noch einmal eine so geile Gelegenheit, die Sterne zu fotografieren. Verrückt. Solche Bilder habe ich von den Sternen noch nie geschossen.

Ein Toilettenhäuschen des Campingplatzes diente als Motiv und alles weitere erledigten die Sterne bzw. die Milchstrasse.


Danach kam mir noch eine verrücktere Idee: Das Bild einfach mal 15 Minuten belichten, sodass die Sterne Kreise ziehen. Nach 11 Minuten ging die Kamera aus und mein Akku war leer. Na suuuuuuper. Also neuen Akku geholt und die Belichtung mit 15 Minuten noch mal neu gestartet. Aber das war egal – es war einfach schön dort zu hocken.
Auch wenn ich zugeben muss, dass die Geräusche der Kojoten mir anfangs echt Angst machten. Es ging plötzlich ein Gejaule und Gebell irgendwo im dunkeln Richtung Berge los – unheimlich. Aber Christian versicherte uns, dass der Campingplatz mit einem Zaun versehen ist. Also einigten wir uns drauf, draußen zu bleiben und erst reinzugehen, falls das Gejaule Näherkommen sollte. Kam es zum Glück aber nicht!


Gegen Mitternacht sind wir dann irgendwann schlafen gegangen – natürlich erst nachdem ich die Fotos bearbeitet und gesichtet hatte 😉 

Mittwoch 04.09.2019

Mein Wecker klingelte bereits um 6.00 Uhr, weil ich unbedingt den Sonnenaufgang in der Wüste sehen und ggf. auch fotografieren wollte. Und was war? Ich bin viel zu früh aufgestanden 😀 Die Sonne ging erst um 06.43 Uhr auf. Woher sollte ich das wissen? So ohne Netz und so? 😀 😀 

Also bin ich etwas umhergelaufen, habe ein paar Fotos gemacht und mir dann das Toiliettenhäuschen mal aus der Nähe angeschaut. Ehmja. Bei uns würde man Plumpsklo dazu sagen. Bevor wir morgen fahren, werde ich einmal mit der Taschenlampe reinleuchten; vorher besser nicht 😀 Gefühlt geht es da 10 Meter nach unten. Aber gut- ich möchte jetzt hier nicht weiter über Klos schreiben.
Ich bin nach dieser „Besichtigung“ zurück zum Wohnmobil und habe mich nochmal für eine Stunde schlafen gelegt, weil die anderen beiden auch noch tief am pennen waren. Danach ging wie üblich weiter: Duschen, Frühstücken, Wanderschuhe schnallen und los. Tour 1 durch die Wüste war krass. Wir sind erst relativ normale Strecken gelaufen bis wir dann merkten, warum dieser Trail „Ringtrail“ hieß. Es ging zwischen zwei Gebirgsspalten mit seeeeeehr großen Steinen. Auf einmal meinte Christina, dass sie zurückgeht und wir aber weiterlaufen bzw. Klettern sollten. Haben wir dann so getan und uns darauf geeinigt, uns am Camper wiederzutreffen. Joar… zwischen den Gebirgsspalten waren Metallringe in die Felsen eingearbeitet, an denen man sich hochziehen und durchklettern musste. Selbst Christian und ich hatten unsere Schwierigkeiten, uns dort überhaupt gescheit festzuhalten geschweige denn hochzuziehen. Und ein paar Rascher an Knie und Oberschenkel gabs auch.

Aber irgendwie haben wir das dann doch geschafft. Nach dieser Tour sind wir zurück zum Camper und zu dritt noch einen zweiten Trail von knapp 5 Kilometern durch die pralle Sonne gelaufen. Trotz Sonnencreme: Wir haben alle einen leichten Sonnenbrand. Kein Wunder, so wie die Sonne einfach ballerte. Kein Wunder, dass wir alleine auf diesem Campingplatz waren 😉

Jetzt gibts Abendessen: Ofengemüse mit Rindfleisch und Kartoffeln- dieses Mal allerdings aus dem Ofen bzw. vom Herd 🙂 

Donnerstag 05.09.2019

Wie immer: Frühstück und Sachen zusammensuchen. Heute ist wieder ein Tag, an dem wir unseren „Standort“ wechseln. Es geht Richtung Sequoia – aber wahrscheinlich werden wir irgendwo vorher unseren Wagen abstellen, weil die Fahrt sonst einfach zu lang wäre. Wo genau wir nächtigen wissen wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht.
Zu der Klo-Geschichte: Ich hab reingeleuchtet kurz vor Abfahrt. Christian meinte heute morgen zu mir „Du willst da nicht wirklich reinleuchten und gucken, oder?“ Und ich so „Doch – wir fahren doch eh jetzt. Jetzt ist mir das auch egal.“ Und jaaaa – wer wollte dann unbedingt mitkommen und auch gucken? Der liebe Christian! 😀 Aber ich glaube, näher drauf eingehen möchte ich einfach nicht. Es bleibt bei dem Begriff „Plumpsklo“ und damit ist das Thema beendet 😉

Wir melden uns wieder, wenn wir angekommen sind!

Da wir hier eigentlich so gut wie gar kein Internet haben, lassen die Blogeinträge immer etwas auf sich warten 😉 Die wollten tatsächlich 80 Dollar haben für eine Simkarte. Ohne Worte….
Und W-Lan ist auch eher selten. Verrückt, wenn man bedenkt, dass in Ländern wie Indien, Sri Lanka, Nepal usw. flächendeckend Netz bzw. auf öffentlichen Plätzen auch Wifi ist. Aber nun gut – das ist dann halt so 😉 

Auch wenn ich zugeben muss, dass man so irgendwie erst merkt, wie „abhängig“ man eigentlich davon ist.
Und da die Batterie unseres AV auch defekt ist, haben wir meist auch kein Strom. „Back to the roots“ 😉 Gestern Abend sassen wir nur mit Taschenlampe und haben Abend gegessen. Kerzen hatte dieser olle Supermarkt nämlich blöderweise keine… Mal schauen – vielleicht erreichen wir heute jemanden vom Verleih, der uns eine Lösung für die defekte Batterie sagen kann… Das wär ganz nett, weil auch das laden der Kamera-Akkus usw. irgendwann mal wieder nötig wird.

So jetzt aber zum Samstag 31.08.2019

Nach dieser Nacht – und Nebelaktion mit den Schwarzbären, haben wir morgens erst einmal in Ruhe gefrühstückt. Wie immer: Toast und Müsli.

Das Stück Wiese, auf dem unser Camper stand, war tatsächlich kein Platz für Campingwagen, sondern lediglich ein Stück Wiese. Wahrscheinlich ein Platz für Zelte oder so. Aber das war uns den Abend und auch die Nacht relativ egal. Wir waren einfach nur froh, unseren Wagen dort hinstellen zu dürfen. Auch, wenn das Stück Wiese uns für die paar Stunden 44 Dollar gekostet hat 😉

Nach dem Frühstück sind wir mit dem Camper rüber zu dem Campingplatz, auf den wir eigentlich wollten. Von dort aus ist es nämlich einfacher, die Touren zu Fuß zu machen, die wir uns vorher rausgesucht hatten. Vorne vor dem Campingplatz stand noch immer das Schild, auf dem stand, dass der Campingplatz voll sei. Wir sind trotzdem drauf gefahren und haben tatsächlich noch einen leeren Stellplatz gefunden. Eben flott den Zettel ausgefüllt, bezahlt und dann hieß es auch schon: Trinkblase füllen, Cam packen und Wanderschuhe schnüren! Rausgesucht hatten wir uns die Tour „Queens Garden“ – eine mittelschwere Tour.


Für geübte Wanderer sicherlich. Für uns war sie schon heftig 😉 Es ging erst einmal 2 Stunden nur bergab. Und das Problem bei den Canyons allgemein ist eben, dass man immer erst bergab muss und halt eben hinterher das Ganze Stück wieder rauf. Bei 2 Stunden stramm bergab waren das eben 3-4 Stunden wieder hoch.
Die Aussicht war grandios und ich muss zugeben, dass ich landschaftlich so etwas noch nie gesehen habe. Das kann man in Fotos gar nicht festhalten.

Das „Problem“ an dem Tag war, dass die Sonne von oben wie verrückt „ballerte“ und uns das Wasser nur so runterlief. Abends wussten wir auf jeden Fall, was wir den Tag gemacht haben 😉 Laut unserer Uhr waren es 104 Stockwerke, die wir hochgewandert sind. Und das Beste: Alle 3 von uns haben durchgehalten!
Abends haben wir dann Lachs mit Gemüse und Kartoffeln gekocht und sind tatsächlich um 9 pennen gegangen. Für mich seeeeeehr ungewöhnlich – aber auch ich war total k.o. Außerdem hatte ich Christian den Abend noch überredet, am nächsten morgen gaaaanz früh aufzustehen, um den Sonnenaufgang im BryceCanyon zu fotografieren. Ganz so geil fand er die Idee erst nicht – aber letztendlich hab ich „gewonnen“ 😉 Weil alleine im Dunkeln geht Saskia ja nicht 😉 Vieeeel zu gefährlich und so.. 😉

01.09. Sonntag

Als morgens der Wecker klingelte, fand ich die Idee mit dem Sonnenaufgang auch erst nicht mehr so geil muss ich ehrlich zugestehen. Aber: Wann komme ich da mal wieder hin?! Also raus aus den Federn!Wir sind mit dicker Buxe, Pulli, Jacke, Stativ und Kamera „bewaffnet“ losgestiefelt.

Und trotzdem war es noch A*schkalt 😉 Wir waren ja immerhin auf 2000 Höhenmetern (oder so) 😉 Handschuhe wären tatsächlich auch nicht schlecht gewesen….

Doch das frühe aufstehen hat sich gelohnt: Es war wunderschön! 

Nebel- kaum Menschen und ein wunderbarer Sonnenaufgang. Es war krass anzusehen, wie das gesamte Tal erst im Nebel lag und sich dieser nach und nach auflöste. Als wir unsere Fotos im Kasten hatten, sind wir zurück zum Camper gelaufen und haben Christina aus der Koje geschmissen. 😉

Nach dem Frühstück haben wir unsere 7 Sachen wieder zusammengepackt und sind Richtung Grand Canyon gestartet. Auch diese Tour dauerte knappe 5 Stunden.
Den Tag haben wir außer einkaufen nicht mehr viel gemacht. Abgeschlossen haben wir den Tag abends mit einem Lagerfeuer. Schön wars!

02.09. Montag

Heute früh haben wir natürlich wieder gut gefrühstückt, bevor wir die Wanderschuhe geschnürt haben. Es ging zu einer Bushaltestelle, von wo uns ein Shuttle zu dem „Bright Angels Trail“ gebracht hat. Und an der Bushalte gabs tatsächlich WLAN! 🙂 *Yayy* Also ganz schnell ausgenutzt und ein Foto gepostet – für mehr war keine Zeit 😀

Den Bright-Angels-Trail sind wir dann auch wieder ein gutes Stück runtergelaufen. Christina ist ungefähr auf der Hälfte der Strecke zurückgeblieben, weil wir denselben Weg hinterher eh wieder hoch wollten. Christian und ich sind dann noch so gute 20 Minuten weiter bergab. Der Rückweg war wieder so heiß und an der Stelle, wo wir Christina zurückgelassen hatten, war keine Christina mehr zu sehen. 😀 Wir hofften einfach mal, dass sie schon vorgelaufen war und sind den Trail weiter nach oben. Auf dem gesamten Weg keine Christina zu sehen. Ich hab zu Christian gesagt, dass er den gesamten Weg wieder zurück gehen kann, falls Christina nicht oben sein sollte. Doch wer saß da, als wir oben um die Ecke bogen?! Richtig: Christina!

Da uns diese Wanderung den Tag aber irgendwie noch nicht genug war, sind wir mit dem Shuttle-Bus noch ein paar Stationen weitergefahren und haben uns erneut an den Abstieg gemacht. Nach knapp 20 Minuten bergab wurde ganz plötzlich der Himmel schwarz und es fing an zu donnern. Nicht ganz so geil, weil der Weg rechts und links mit Bäumen gesäumt war. Kurzerhand entschieden wir uns dafür, den Rückweg anzutreten und sind den Trail wieder hoch. Der Himmel wurde immer schwarzer und ich bekam ehrlich gesagt etwas Schiss 😉 Oben angekommen fing es an zu schütten wie aus Eimern. Innerhalb weniger Sekunden waren wir klatschnass. Aber immerhin hatte ich eine Plastiktüte im Rucksack, um wenigstens meine Cam zu retten 😉 Es dauerte etwas, bis der Shuttle-Bus kam, der uns zurück zu unserem „Mother-Campground“ gebracht hat.
Da wir noch immer ein Batterie-Problem an unserem Camper haben, haben wir dort auch ein Warm-Wasser-Problem. Und wir alle hatten Bock auf eine richtige Dusche. Also haben wir unsere Klamotten gepackt und sind zu den Duschen auf dem Campingplatz gestiefelt. 10 Minuten für 5 Dollar. Joar… kann man machen – war uns allen aber für den Tag echt wurscht!
Bei der Gelegenheit haben wir gesehen, dass direkt nebenan ein Waschcenter ist. Also sind Christina und ich nach dem Duschen zurück zum Camper und haben uns alle Klamotten geschnappt und sind zurück, um Wäsche zu waschen. Christian hat in der Zeit dem Camper gewischt. Das waschen und anschließend der Trockner usw. hat knappe 2 Stunden gedauert. Tja… danach bin ich mit Christina noch in den Supermarkt einkaufen und anschließend zur Bushaltestelle, weil das die einzige Stelle war, die Wifi hatte 😀 Eigentlich ganz schön bekloppt – aber nunja. Was wir nicht bemerkten: Es war mittlerweile stockduster geworden. Der Campingplatz lag in einem riesigen Waldstück und im Dunkeln sah alles irgendwie…. anders aus. Außerdem hörten wir komische Tierlaute – ganz geheuer war uns das nicht. Wir hatten lediglich die Taschenlampen unserer Handys. Kurz vor dem Camper kam Christian uns entgegen, der uns scheinbar schon gesucht hatte – und auch schon am Waschhaus war, um nach uns zu fragen 😀
Nach dieser Aktion gab Hähnchen mit Gemüse und Kartoffeln 😉 Die zwei sind direkt danach schlafen gegangen und ich habe solange es mein Akku noch hergab, die Fotos vom Grand Canyon aussortiert 😉

Dienstag 03.09.2019

Heute in der Früh gab natürlich wieder Frühstück, bevor wir uns mit dem Camper auf zur nächsten „Station“ machen. Bevor wir losfahren konnten, hieß es allerdings: Auf zur Dumpingstation. Einmal Frischwasser nachfüllen und einmal….. naja… Duschwasser usw. „entsorgen“ 😉 Das ist Christians Aufgabe 😉
Jetzt gerade sind wir auf dem Weg zur „Mohave Desert“. Wir werden aber einen kleinen Zwischenstop heute einlegen für Mittagessen (was es die letzten Tage einfach mal nicht gab, da zu heiß 😉 Vielleicht habe ich da die Möglichkeit diese Blog – Einträge schon mal hochzuladen – mal schauen.

Heute sitzt übrigens Christian am Steuer des RVs.