Wenn der lange Rückweg nicht wäre…;-)

Schon wieder sind 2 Tage vergangen. Es ist in den letzten 2 Tagen allerdings nicht viel aufregendes passiert. Am Sonntag habe ich mit meiner „Kojennachbarin“ und mittlerweile guten Freundin den Tag ruhig angehen lassen. Und ja: Wir sind an einem Sonntag freiwillig um 7 aufgestanden und saßen tatsächlich um halb acht schon oben beim Frühstück. 😉 Anschließend haben wir uns mit Büchern und Kaffee bewaffnet oben aufs Deck gehockt. Keiner da- das gesamte Deck hatten wir für uns alleine. Wir können es uns nicht ganz erklären, warum alle anderen 400 Leute im Schiffsinneren hocken; zumal die Kabinen keine Fenster haben. Aber nun gut: So haben wir unsere Ruhe 😉 Nachmittags war dann Wäsche waschen dran; wobei uns der Trockner irgendwie nicht mochte und die Wäsche einfach nicht trocken wurde. Aber auch das Problem haben wir irgendwann gelöst bekommen.

Heute – am Montag- hieß es dann wieder um halb acht in die Jeeps hüpfen und auf zur Arbeit. Wir haben mal wieder fleißig Zähne gezogen. 83 Stück waren es heute – und ja- wir führen Strichliste. Die Hinfahrt klappte super. Ca. nach einer halben Stunde waren wir tatsächlich an der Zahnklinik. Das übliche Bild: Hunderte Patienten saßen draußen und warteten auf Behandlung. Als wir kamen, begrüßten sie uns alle und zwei Männer klopften uns auf die Schulter. Für mich jedesmal irgendwie ein komisches Gefühl. Wir tun doch nur unsere Arbeit.

Ebenfalls hat eine Frau mich heute wieder mit Tränen in den Augen am Arm festgehalten und sich tausendmal bedankt. Bedankt dafür, dass wir ihr 7 Zähne gezogen haben. 7 Zähne bei denen bei uns in Deutschland aufwändige Wurzelbehandlungen mit anschließendem Aufbau und einer Krone gemacht worden wären. 7 Zähne die auch irgendwie Lebensqualität bedeuten. Diese Frau wird zurückgegangen sein in ihre Wellblechhütte und anschließend nicht mehr gescheit kauen können. Aber sie wird keine Schmerzen mehr haben. Irgendwie…..irgendwie wünscht man sich, man könnte mehr tun als nur diese schnellen Schmerzbehandlungen.

Aber wahrscheinlich muss man sich entscheiden. Entweder möglichst vielen Menschen die Schmerzen nehmen oder aufwändig Zahnmedizin bei wenigen betreiben. Was allein bei uns im Dentalbereich „durchgeschleust“ wird, ist einfach nur wahnsinn. Ich glaube viel länger als drei Wochen hält man nicht durch. Und das soll jetzt kein Jammern auf hohem Niveau sein 😉

Der Rückweg von der Klinik zurück zum Schiff hat heute übrigens fast 3 Stunden gedauert. Der Präsident wollte wohl heute von A nach B und deswegen wurden überall Straßensperren errichtet. Bedeutet: Mitten in den Verkehr werden so rote Gitter gehauen und dann geht gar nichts mehr. Und mit gar nichts meine ich gar nichts. 😉 Etwas nervig, wenn man sich auf den Feierabend freut und einfach immer so lange noch im Auto hocken muss. Unsere Jeepfahrerin meinte dann irgendwann zu uns, dass es jetzt nur noch gut 20 Minuten zu Fuß zum Schiff wären…ob wir nicht als Gruppe und ohne Wertsachen laufen wollen würden. Okay…wir also alle ausgestiegen und uns durch das Chaos gequält. Wann unsere Fshrerin da war wissen wir allerdings nicht.

Danach habe ich mich noch eine Stunde oben ans Deck gehockt und mit einer Kollegin von daheim telefoniert und anschließend hieß es Duschen, Abendessen und noch ein bisschen zusammenhocken. Viel mehr ist heute tatsächlich nicht passiert 😉

Liebe Grüße nach Deutschland! Saskia

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