Der Eimer Zement…Einreise in den Senegal

Schon mal nen halben Eimer Zement an einer Passkontrolle übergeschüttet bekommen? Nein? Ich schon 😂Aber von vorne:
Am heutigen Tag ging es für uns erst mal in eine Schule in Gambia. Wir hatten ja Unmengen an Stiften und Anspitzern sowie Schulheften dabei. Von den Sachen sind wir am Abend vorher j schon welche an Kids in unmittelbarer Hotelnähe losgeworden. Auf jeden Fall stehen wir an dieser Schule und da seh ich dann plötzlich ein Mädel mit einem Bleistift von uns vor ihrer Klasse stehen und mit einer Rasierklinge den Stift anzuspitzen. Nach und nach kamen aus den anderen Räumen auch die Kids und standen an jeder Klasse um die Mülleimer, um mit Klingen die Stifte wieder flott zu machen. Christian ist dann zurück zum Bus, die kleinen Anspitzer holen. Als wir die verschenkten verschwanden diese erst mal in den Taschen- wahrscheinlich weil keiner wusste, was er damit anfangen soll. Nachdem wir den Kids das gezeigt hatten, war das Grinsen groß und die Anspitzer wurden benutzt. Der Schulleiter bekam auch noch eine Handvoll davon.
Wir erfuhren, dass die Kids tatsächlich zum Teil 7 Kilometer jeden Tag zu Fuß zur Schule laufen- und nach dem Unterricht die sieben wieder zurück. In Gambia gibts Schulpflicht- was sehr gut und für Afrika so gar nicht typisch ist. Gambia zählt zu den ärmsten Ländern aber wir haben es als sehr geordnet und wahnsinnig freundlich erlebt. Es wurde auf jeden Fall im Anschluss noch Geld für Fahrräder für die Kids gesammelt.

Anschliessend ging es für uns mit dem Bus weiter zu einem Fluss. Von dort in kleine Boote und durch die Manhrovenwälder- wahnsinnig schön – aber auch wahnsinnig heiß auf den kleinen Booten.

Nach einer kurzen Mittagspause hieß es dann: Weiter mit dem Bus rüber in den Senegal. An der Grenze alle 14 Leute raus aus dem Bus und zu Fuß mit Pass über die Grenzkontrolle. Das Ganze mit Foto, Fingerabdrücken und allem Zip und Zap.
Ich war die letzte, die von der Truppe über die Grenze kam. Man muss sich das wie ein kleines Häuschen vorstellen, in dem hinten aber renoviert wurde. Nachdem man vorne den Pass abgegeben hatte, bekam man ihn hinten wieder. Ich also auch nach hinten gelaufen und Zack: aufeinmal klatschte es. Und ich hab ne Ladung von nem Eimer Zement für die neue Wand abbekommen. Eins kann ich sagen: bei fast 40 Grad ist das Zeug auch fast direkt trocken.

Erste Eindrücke vom Senegal selber: sehr dreckig- viel Müll, chaotisch, Laut, unorganisiert…… Direkt nach der Grenze war es, als wenn wir komplett woanders wären.

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