Heute ginge mit dem Bus die Strecke wieder zurück – mit Zwischenstop in Lumbini – dem Geburtsort des Buddha. Ebenfalls durften wir uns das Pilgerzentrum samt Friedenspark anschauen, welches gleichzeitig UNESCO – Weltkulturerbe ist. Spannend dort war, dass wir mit einem buddhistischen Mönch sprechen konnten, der aus Österreich kommt. 23 Jahre alt und lebt seit 4 Jahren in Nepal als Mönch.

Die Temperaturen heute waren übrigens so schwül und warm, dass uns das „Wasser“ nur so runterlief. Also schnell wieder in den Bus und  weiter ging die Fahrt Richtung unserem Resort für die nächsten zwei Nächte. Wir übernachten in einem Jungle-Resort, welches auch tatsächlich im Dschungel liegt. Von der Hotelanlage dürfen wir nur runter, wenn wir dem Ranger bescheid geben und dieser uns begleitet.
Einen gemeinsamen Gruppen-Ausflug gabs hier dann spätnachmittags auch noch – es ging durch ein kleines Dorf und ein kurzes Stück durch den Dschungel.

Für morgen steht dann eine größere Dschungel-Tour von ca. 3 Stunden an. Der Nachmittag steht eigentlich zur freien Verfügung – nur was sollen wir im Hotel? Also haben wir eine Jeep-Safari gebucht. 😉

Heute in der früh um 6 ging der Wecker. Um 7 gabs Frühstück und um halb acht saßen wir schon wieder im Bus. Unser Reiseleiter hatte gestern abend noch mit der Polizei vor Ort gesprochen wegen der Straßensperrung aufgrund des Erdrutsches. Sie sagten ihm gestern, dass die Sperrung morgen früh aufgehoben sei. Geplant waren knapp 200 Kilometer – ungefähr 4 Stunden Bus fahren. Geworden sind es über 14 Stunden Bus fahren….
Kaum hatten wir den ersten Kilometer hinter uns – standen wir. Und dort standen und standen und standen wir. Es ging gar nichts mehr. Die Straße, auf der wir uns befanden, war aber die einzige Pass-Straße, die es gab und wir MUSSTEN diese Straße nehmen. Es gab keine andere Chance. Wir standen über 4 Stunden auf derselben Stelle; sind irgendwann ausgestiegen…haben uns was zu trinken gekauft. Irgendwann habe ich dann meine Kamera geholt. Eigentlich war es so sogar ganz spannend. Man konnte von einer Stelle aus das Leben der Nepalesen beobachten.

Bekam mit, wie sie Bananen verkauften, zur Schule gingen usw. Allerdings sahen wir auch Kids, die viel zu schwere Säcke schleppten. Warum gehen sie nicht zur Schule…..? Wahrscheinlich wird zuhause jede Hand gebraucht… Unser Reiseleiter sagte heute „Je mehr Kinder – desto mehr Hände, die helfen.“ Mh………
Irgendwann ging es dann vorwärts… ein Gehupe der LKWs  und überall wurden die Motoren wieder angeschmissen. Wir beeilten uns, zurück zum Bus zu kommen..um dann dort noch mal ne halbe Stunde zu warten, bis es losging.
Aber auch da kamen wir nicht weit, weil die Pass-Straße an mehreren Stellen von Erdrutschen heimgesucht wurde. Vor uns – hinter uns…. Es ging einfach gar nichts mehr. Zum Mittagessen gabs Chips und Erdnüsse im Bus… 😉
Ende vom Tag: Nach über 13 Stunden sind wir endlich im Hotel angekommen und werden jetzt schlafen.

Heute morgen ging es 10 Minuten mit Rucksack und Co. Rüber zum Bus. Die Koffer wurden mit einem kleinen Fahrzeug über die holprige und dieses Mal matschige Straße zum Bus gefahren. Wir hatten eine Strecke von 110 Kilometern vor uns. Unser Reiseleiter setzte dafür heute morgen 6 Stunden an. Mhhhh….. 😉 Bis wir vom Berg runter waren – und das waren keine 5 Kilometer – waren schon fast 2 Stunden vergangen. Und auch danach ging es mit einer Geschwindigkeit von höchstens 20 Kmh weiter.
Wir legten Zwischenstops ein – es gab „Spring Rolls“ und Schoki 😉 Danach ginge weiter.
Unser Reiseleiter erhielt irgendwann die Nachricht, dass die Pass-Straße gesperrt sei. Grund sei der starke Monsunregen und daraus resultierende Erdrutsche, die die Pass-Straße an dieser einen Stelle unbefahrbar machen. Eine Reisegruppe hängt wohl seit 10 Uhr heute morgen im Stau fest (und es ist mittlerweile 22:09 Uhr), eine andere sitzt seit 13 Uhr rum und weiß auch nicht, wie es weitergeht. Wir sind erst mal in ein Hotel einquartiert und fahren morgen ganz früh los – soweit das halt eben morgen wieder möglich ist. Mal schauen. Und wenn nicht – machen wir das Beste draus 😉 Wir haben schließlich Urlaub ;-))

Zwischenstop machten wir heute noch an einer Hängebrücke über einen Fluss. Auch dort gabs wieder einige Kids, die Flummis und auch Süßigkeiten bekamen 😉 Direkt vor unserem Hotel habe ich dann auch noch einen einem kleinen Mädchen geschenkt.
Je weiter wir heute in diese Richtung gefahren sind, desto ärmlicher wurden die Menschen… hatten wir zumindest das Gefühl…
So wir verschwinden in die Koje. Gute Nacht! 😉 

Heute morgen klingelte wieder um 6 Uhr der Wecker. Und ja – wir haben Urlaub und stehen um 6 Uhr auf…
Um 7 gabs Frühstück (Toast mit Spiegelei und dieses Mal keine Bohnen 😀 ) und gegen 8 ging es mit dem Bus schon wieder los.
Es ging wieder eine staubige und voller Schlaglöcher gepickte Straße entlang. Die Straßen sind übrigens nicht geteert oder sowas und man fragt sich die ganze Zeit, wie die Busse das „überleben“.
Auf jeden Fall schaukelte die Kiste wieder ordentlich und man musste sich und seinen Krempel gut festhalten. Mit 10 Kmh tuckerten wir die Passstraße entlang bis nach Telkot. Dort stiegen wir aus dem Bus und besuchten zuerst einen Tempel.

Dabei handelte es sich um den ältesten Tempel des Kathmandu-Tals.
Anschließend ging es zu Fuß weiter. Wir sind 2-3 Stunden und einige Höhenmeter gewandert. Das anstrengende dabei war nicht die Strecke an sich sondern wirklich die Höhe, auf der wir uns befanden. Und die hohe Luftfeuchtigkeit tat ihr übriges. Aaaaber: Wir sind alle angekommen! Trotz „Knie“ ;-)))

Bevor es dann mit dem Bus weiterging, hielt unser Reiseleiter eine Ansprache im Bus mit der Info, dass unser Busfahrer erfahren sei. Dass unser Busfahrer die Strecke schon etliche Male gefahren ist. Dass wir ihm total vertrauen könnten usw. Okay- was kommt jetzt? Der Bus brachte uns nach Dhulikhel – mit derselben Geschwindigkeit wie vormittags ging es durch Schlaglöcher wobei der Bus ordentlich nach links und rechts schaukelte. Ich habe bei der Fahrt vermieden, nach links aus dem Fenster zu schauen… Oben angekommen hieß es dann, dass der Bus nicht bis zum Hotel hochkommen kann und wir die restliche Strecke zu Fuß zurücklegen müssen. Das waren aber nur etwa 10 Minuten Fußmarsch. Unser Gepäck wurde in kleine Autos geladen und nach oben gefahren.
Der Rest des Tages stand zur freien Verfügung. Irgendwie waren aber alle aus der Reisegruppe so fertig, dass wir uns alle stumpf ins Bett gelegt haben und bis zum Abendessen geschlafen haben.
Nach dem Abendessen haben wir noch kurz zusammengesessen und es lief ein Fernseher mit einer Reisegruppe, die hoch zum Mount Everest Base Camp gewandert ist. Faszinierend und ich habe direkt Lust drauf bekommen 😀 Die Preise für eine solche 17 Tägige Trekkingtour gehen laut Google auch…. Mal schauen, wann das auf die Liste kommt 😉
Wir melden uns morgen wieder! Gute Nacht!

Heute morgen nach unserem kläglichen Versuch, tolle Fotos vom Sonnenaufgang zu machen sind wir mit der gesamten Truppe wieder losgezogen. Für heute vormittag stand eine Wanderung vom Kloster runter auf dem Programm. Dauerte ca. 3 Stunden.
Bei dieser Wanderung kamen wir durch verschiedene Dörfer. Unter anderem ein Dorf, welches wohl kaum Touris kennt – und welches unser Reiseleiter uns unbedingt zeigen wollte.
Ich machte Fotos von den Kids und als kleines Danke für das Foto gabs einen Flummi aus meiner Tasche 😉 Die Flummis waren der Renner unter den Kids.

Allerdings musste ich den Kids erst zeigen bzw. erklären, dass die Teile nicht zum Essen da sind. Einige steckten sie sich nämlich direkt in den Mund…..
Auch gab es direkt Kletteraktionen (3. Bild) nachdem die Teile sonst wohin gesprungen sind 😉

Seit unserer Wanderung über 3 Stunden den Berg runter hab ich „Knie“. Und morgen gehts wieder wandern. Allerdings soll es morgen wohl 2 Stunden aufwärts gehen – und das geht zumindest Besser, als bergab. Mal schauen 😉
Heute haben wir nicht mehr viel gemacht. Nachmittags wollten wir eigentlich in ein weiteres Dorf gehen – allerdings fing es so heftig an zu regnen, dass wir uns kurzerhand dazu entschlossen, einfach im Hotel zu bleiben.
Nach dem Abendessen haben wir mit mehreren noch zusammengesessen und einfach den Urlaub genossen.
Morgen gehts dann wieder früh raus – und vorm Frühstück möcht ich nochmal schauen, wie es morgen mit dem Sonnenaufgang aussieht 😉
Gute Nacht allerseits!

Vom Mount Everest über Bohnen zum Frühstück in einem Kloster bis hin zu: Was tut man, wenn man komplett eingeseift ist und plötzlich kein Wasser mehr aus der Leitung kommt? 

Um kurz nach 4 Uhr in der früh klingelte der Wecker – und in dem Moment bereute ich unsere Spontan-Buchung vom Vorabend für eine Himalaya-Tour mit einem kleinen Flieger. Ich konnte die ganze Nacht irgendwie überhaupt nicht schlafen und dementsprechend war meine Laune morgens….
Nach der Dusche ging es dann aber tatsächlich. Wir gingen nach unten zu den anderen der Reisegruppe, die ebenfalls mit uns fliegen würden, um vorher noch schnell einen Kaffee zu trinken. Frühstücks gabs mit den anderen um 8 Uhr. Deswegen haben wir uns vorher noch Knäckebrot aus dem Koffer reingepfiffen, um nicht mit ganz leerem Magen starten zu müssen.
10 Minuten fuhr unser Bus – dann waren wir auch schon am Flughafen. Sicherheitskontrolle, Passkontrolle und einsteigen in den Miniflieger dauerte unterm Strich vielleicht nicht mal 10 Minuten.
Die Aussicht war gigantisch und es war unglaublich, den Mount Everest plötzlich so nah zu sehen. Und auch all die anderen hohen Berge. Einfach krass, die Dinger aus dem Fernsehen „zum greifen nahe“ zu haben.

Alles aus unserer Gruppe waren danach geflasht und wir sprachen den Tag über noch öfters darüber. Ein weiteres Highlight war, dass wir ins Cockpit durften.
Nicht so schön ist, dass wir heute dann erfahren haben, dass nach uns eine Maschine mit 7 Leuten in Kathmandu abgestürzt ist und es keiner überlebt hat. Das war allerdings ein Hubschrauber und nicht wie bei uns eine kleine Maschine.

 

Es ging nach dem Frühstück weiter nach Pashupatinath. Das war kein Programm aus der Rundreise – aber nachdem wir gefragt hatten, war auch dies kein Problem. Pashupatinath ist eine der wichtigsten Tempelstätten des Hinduismus und für viele gehört dieser Tempel zu den wichtigsten Verehrungsstätten Shivas. Tausende von Hindus reisen von weither an. Außerdem ist diese Tempelstätte seit 1979 ein Weltkulturerbe der UNESCO.
Die Stätte liegt am Bagmati-Fluss, der in den Ganges endet. Den Ganges haben wir letztes Jahr in Indien schon gesehen.
Bei dieser Tempelanlage handelt es sich um eine riesige Anlage. So etwas habe ich noch nie gesehen.
Es gibt einen Teil, der nur für Hindus zugänglich ist und der für Touris tabu ist – aber das ist völlig in Ordnung. Den Rest konnten wir uns komplett anschauen.
Was mich ein bisschen nachdenklich gestimmt hat an diesem vormittag ist der zweite Bereich dieser riesigen Tempelanlage.
Direkt am Ufer liegt ein Tempel mit einer Verbrennungsstätte.
Hier war es wie in Indien… All das, was bei uns irgendwo „hinter Mauern“ stattfindet oder was versucht wird, schamhaft zu verstecken, ist hier für jedermann sichtbar. Wir standen am Ufer und sahen eine tote Frau direkt am Ufer liegen mit den Füßen im Wasser. Das Wasser des Flusses umspülte ihre Füße. Warum dies so ist, erklärte uns dann unser Reiseleiter: Die Füße der Toten werden vor deren Verbrennung mit dem „heiligen Wasser“ gewaschen. Anschließend wird die Leiche von oben mit feuchtem Stroh bedeckt und ein Scheiterhaufen wird errichtet. Der Sohn der Familie umschreitet die Leiche im Uhrzeigersinn 5 Mal. Fünf mal deswegen, weil dies die im Hinduismus fünf Elemente sind: Erde, Wasser, Feuer, Wind und Akasha (Äther). Anschließend zündet er oder ein Priester einen Strohbüschel in der Nähe des Kopfes an. Die gesamte Familie und Freunde bleiben während der gesamten Verbrennung in der Nähe des Toten. Ca. 4 Stunden dauert die Verbrennung. Die Asche und auch die verbrannten Scheite werden in den Fluss geschoben – der in den Ganges mündet.
Insgesamt finden pro Tag ca. 50 Verbrennungen statt. 2 Stunden nachdem jemand gestorben ist, wird er schon verbrannt – das gilt rund um die Uhr. Der Tod muss hier auch nicht durch einen Arzt festgestellt werden. Wenn einer verstorben ist – ist er verstorben – da gibts hier keine Diskussion und keine Untersuchungen oder ausfüllen einer Sterbeurkunde. Da werden Familie und Freunde zusammengetrommelt und der Rest passiert dann wie oben beschrieben.

Danach ging es für uns weiter zu einem Hotel in dem wir gestern eigentlich übernachten wollten. Unser Reiseleiter machte aber den Vorschlag, dass wir in dem Hotel nur eine Suppe zu Mittag essen und dann weiter zum Kloster fahren, an dem wir am Folgetag die Übernachtung gehabt hätten. Quasi einfach die beiden Tage tauschen, damit wir im Kloster eine Zeremonie miterleben können, die nur samstags stattfindet.
Wir willigten alle direkt ein, weil wir uns so etwas nicht entgehen lassen wollten. Das bedeutete aber für uns: Nach der Suppe wurden die Koffer aus dem Bus gezogen und direkt vor dem Hotel auseinandergepflückt. Zum Kloster sollten wir jeder nur eine kleine Tasche mitnehmen, weil wir dort auch gar nicht mit unserem Bus  (und den schweren Koffern) hinkommen würden. Also ging das große Umgepacke los 😉 Als jeder dann seinen Rucksack hatte, kam auch schon ein kleiner klappriger Bus um die Ecke gedüst. Wir alle rein und los gings.
Das Ganze wurde zu einer Erlebnisfahrt. Der kleine Bus schaukelte über steinige und staubige Straßen. Mit jedem Schlagloch verlor man kurz den Bus unter seinem Hintern und weiter gings. Wir waren soooooo froh, als wir endlich angekommen waren.

In diesem Kloster leben ca. 250 Mönche – davon 70 junge Mönche, die dort eine kostenlose Schulbildung erhalten. Später dürfen sie dann entscheiden, ob sie Mönch werden wollen oder in die weite Welt abhauen.
Zwei Mal beten die Mönche in der Tempelhalle des Klosters und wir durften an einer Gebetszeremonie teilnehmen. Zuerst hieß es: Schuhe ausziehen und leise sein. Wir haben uns in den Hintergrund gesetzt und warteten gespannt.
Es erklang eine große Trommel, dazwischen kleinere Hörner (die mich etwas an zu kurz geratene Alphörner erinnerten) und es wurden heilige Schriften gesungen.

Dass unter den Mönchen auch kleine Mönche waren, war nicht zu übersehen. Einer von den kurzen nickte die ganze Zeit immer wieder ein. Sein Sitznachbar kniff ihm daraufhin immer in die Seite worauf der kurze halt zurückkniff.
Abends gabs dann Abendessen im großen Speisesaal mit den Mönchen. Das Abendessen begann wieder mit rituellen Gebeten. Anschließend liefen die Mönche durch die Reihen: Einmal mit einem Stapel Blechteller, der nächste mit Löffeln usw. Man musste schnell genug sein und nach den Sachen greifen, wenn der Mönch vorbeikam – sonst gabs nicht 😉 Es gab so etwas wie einen Gemüseeintopf und ein Stück Brot. Schmeckte gut.
Abends saßen wir alle noch nett bei einem Getränk zusammen. Der Himmel war superklar, sodass ich sagte, dass ich nachher noch nach oben möchte um zu versuchen, die Sterne zu knipsen. Da es mehrere Fotobegeisterte in der Gruppe gibt, waren wir hinterher zu viert oder fünft dort oben und machten unsere Fotos – und verabredeten uns direkt für 5,40 Uhr am nächsten morgen, um dann auch den Sonnenaufgang zu fotografieren. Was tut man nicht alles für ein paar schöne Bilder 😀 

Gesagt, getan. Der Wecker ging um 5 bei mir, weil ich vorher noch eben duschen wollte.
Was das Duschen anbetrifft sollte man wissen: Ein Gemeinschaftsbad für mehrere Zimmer. In dem Bad stand auf dem Boden eine große Schale mit einem Schöpfkrug. Okayyyy – dachte ich. Drückte zum testen die Klospülung und durfte feststellen, dass diese funktionierte. Was wir zu dem Zeitpunkt aber nicht wussten: Auf jdem Dach befand sich nur ein kleiner Wassertank.
Ich marschierte also los und nahm noch eine Wasserflasche für Zähneputzen mit. Nachdem ich komplett eingeseift unter der Dusche stand kam plötzlich nur noch wenig Wasser aus der Leitung und das war kochend heiß. Joar und nun? Ich drehte den Hahn am Waschbecken auf – gar nichts kam da raus. Und da stand ich – komplettes Shampoo in meinen Haaren usw. Mein Blick fiel auf meine Wasserflasche, die ich eigentlich fürs Zähneputzen mitgenommen hatte und kurzerhand versuchte ich damit, irgendwie den Schaum aus meinen Haaren zu bekommen.
Föhn gabs nicht – also eben durchkämmen, Zähneputzen und ab hoch auf den Tempel. Stativ und Kamera natürlich dabei 😉 Die anderen waren schon da. Am Vorabend malten wir uns aus, wie geil der Sonnenaufgang aussehen würde über dem Mount Everest…. Und was war? Wolken. Wolken. Wolken. Und Nebel. Ein schwacher roter Streifen am Himmel – das war alles 😀 Aaaaber wir haben uns nett unterhalten und sind dann irgendwann runter zum Frühstück. Es ging wieder in den großen Saal vom Vorabend – kleine Holztischchen und Kniebänke zum raufsetzen davor. Der Raum füllte sich nach und nach mit Mönchen. Gesänge ertönten durch den Raum.
Zum Frühstück gabs Bohneneintopf und wieder ein Stück warmes Brot. Gewöhnungsbedürftig- aber es war ein tolles Erlebnis!

Gestern sind wir einfach nur noch total k.o. ins Bett gefallen – die Anreise hat uns einfach ziemlich geschafft. Aaaaaber nach fast 10 Stunden Schlaf sah heute morgen alles wieder tutti aus 😉
Frühstück – bestehend aus Toast und der geliebten Marmelade in Plastikbehältern, die es irgendwie auf allen Rundreisen gibt. Es ist egal, was oben draufsteht – die sind einfach nur unheimlich süß und schmecken alle gleich…. Aber: So gerne man beim Frühstück oder Abendessen zu den Tomaten, dem Obstsalat oder den Salaten greifen würde – Finger weg! Keine Eiswürfel in den Getränken. Getränke am Besten aus versiegelten Flaschen und nicht aus Gläsern. Aufpassen mit Besteck und Geschirr. Zähneputzen nur mit abgepacktem Trinkwasser. Mund beim Duschen zulassen und Nase möglichst nicht hoch usw. Für uns ist das für drei Wochen so – das kann man hinbekommen. Für die Menschen, die hier leben, ist das seit dem Erdbeben 2015 jeden Tag so. Das Erdbeben hatte eine Stärke von 7,8 und es sind mehr als 90% der Häuser einfach zusammengestürzt. Ebenso ist die komplette Trinkwasserversorgung zusammengebrochen. Es gibt kein Trinkwasser mehr aus Wasserleitungen. Zudem sind 74% des Wassers, welches man hier Trinkwasser nennt, verseucht. Also müssen auch wir aufpassen und überlegen, was wir essen, trinken usw.
Heute in der Stadt sahen wir einen „Laster“ der mit einem Schlauch Wasser an ein Hotel lieferte. Wir müssen uns hier erst mal wieder zurechtfinden und neu orientieren. Nepal ist neben Afghanistan das zweitärmste Land Asiens. Das Durchschnittseinkommen eines Nepalesen liegt bei 260 Euro im Jahr. Richtig – im JAHR. Knappe 24 Euro im Monat…. Die Lebenshaltungskosten sind hier ganz andere – das ist klar. Und trotzdem ist es krass.
Der Tourismus ist nach dem Erdbeben hier auch total weggebrochen, sodass diese Einnahmequelle auch noch fehlte. Es wird aber langsam wieder 😉

Apropos Tourismus: Für morgen haben wir mehr oder weniger spontan einen Flug an den Mount Everest gebucht. Es geht mit einem kleinen Flieger durch das Himalaya! 😉 Der Wecker geht um 4 Uhr morgen früh, deswegen gehts für uns hier jetzt auch schlafen – zumal es eine Zeitverschiebung nach zuhause von plus 3 Stunden und 45 Minuten gibt. 😉
Gute Nacht und wir melden uns morgen wieder 😉

 

Nachdem unser Flieger gestern Abend in Frankfurt mit Verspätung gestartet ist, sind wir nun – mit einer Zwischenlandung in Delhi – in Kathmandu angekommen.
In Frankfurt war gestern Abend etwas „Theater“ in unserem Flieger. Etliche Menschen mit gelben Westen waren im Cockpit und diskutierten fast eine Stunde herum. Letzendlich scheinen sie den Fehler aber behoben zu haben – wir sind ja schließlich angekommen!
Notiz für Christian fürn nächsten Flug: Mal angenommen, es gibt bei Reisen in diese Länder einen Salat im Flieger auf dem eine grüne „Paprika“ liegt (die aber von der Form her auch eine Chili sein könnte) – erst mal vorsichtig probieren und nicht das ganze Teil in den Mund stecken und dann rot anlaufen 😉 😀 Es war nämlich eine Chili 😉
Beim Visum ausfüllen fiel im gesamten Flughafen heute der Strom aus. War glaub ich nicht so lustig für diejenigen, die ihr Visum an den Computersäulen ausgefüllt hatten – aber was solls 😉
Für heute wars das dann auch. Wir waren eben mit der gesamten Reisegruppe noch was essen und jetzt gehts endlich ins Bett nach über 48 Stunden wachsein. Im Flieger kann ich nämlich auch nicht schlafen – einer muss ja schließlich auf die Piloten aufpassen 😉

Pheri Bhetaula und gute Nacht 😉

Es geht wieder auf Reisen! Kurz nachdem wir aus Sri Lanka zurück waren, haben wir überlegt, wo es als nächstes hingehen soll…
Nepal oder Peru – das waren meine Favoriten. Etliche Kataloge und Reisehefte wurden gewälzt und ein paar Tage später stands dann fest: NEPAL!
Reise gebucht, bezahlt, Visum beantragt und zack: Gestern dachte ich dann „Vielleicht sollten wir mal so langsam anfangen zu packen.“ Christian war am Montag noch arbeiten – den kompletten Tag. Ich hatte frei – hatte noch einen Foto-Termin und musste vorm Urlaub noch zum Arzt. Gegen 15.30 Uhr war ich dann auch fertig mit meinen

Terminen und kam nach Hause. Und was stand da? Christians Koffer – gepackt. Okaaayyy….wenn er das in seiner Mittagspause schafft, sollte ich so langsam auch mal meine „Koffer-pack-Allergie“ überwinden und loslegen. Ich hasse Koffer packen. Ich schiebs jedes Mal so weit nach hinten, dass es JEDES MAL in Stress ausartet. Hier noch Sachen bügeln – da noch Sachen kaufen….usw.  Dementsprechend genervt bin ich immer kurz bevor wir losfahren….. :-// Und ich weiß jetzt schon, dass das bei der nächsten Reise wieder genauso sein wird – auch wenn ich mir jedes Mal sage „Nächstes Mal fängst aber eher an, alles zu packen“….jaja…

Unser Flieger geht erst morgen Abend gegen 20 Uhr. Wir hatten uns aber dazu entschieden, dass wir heute schon gegen Mittag mit dem Zug nach Frankfurt fahren – und uns abends mit einem Pärchen treffen, welches wir vor genau einem Jahr im Vietnam kennengelernt haben und am Mittwoch den Tag ganz entspannt in Frankfurt verbringen, bevor abends dann der Flieger geht.
Heute morgen beim zusammensuchen der letzten Sachen kam dann das Problem auf, dass die Flummis, die ich

 

für die Kids organisiert hatte, zu schwer waren. Bzw. das Gesamtgewicht des Koffers MIT den Flummis überschritt die 23 Kilo um 4 Kilo oder so 😉 Fotodrucker, Stative usw. sind nun mal auch nicht sooooo leicht 🙁 Und ja – das Zeug muss alles mit ;-)))
In unseren Reiseunterlagen stehen aber zwei Gepäckstücke a 23 Kilo pro Person, sodass ich kurzerhand meine Sporttasche mit gefühlt 100 Flummis und Süssigkeiten für die Kids vollgepackt habe – und so blieb mein Koffer auch unterhalb von den erlaubten 23 Kilo 😉 Was die Flughafen-Leute morgen beim Sicherheitscheck der Tasche denken, ist dann deren Sache 😉

Das zweite Problem ist immer das Handgepäck mit dem ganzen Kamerakrempel. 8 Kilo sind erlaubt….. mehr muss ich glaub ich nicht sagen… Aber auch das wird irgendwie klappen..

Wir melden uns wieder aus Kathmandu!